Kulinarisches
Kulinarisch gesehen ist die Fast-Food-Dichte hier rund um das Fort erheblich. Im Grunde könnten wir jeden Tag in der Woche zu einer anderen Kette gehen und hätten am Ende nicht einmal alle abgedeckt. Jede Kette lockt mit anderen Angeboten. Wagenradgroße Pizzen mit oder ohne Käse im Rand und beliebig vielen Zutaten darauf für gerade einmal 10 Dollar. Hamburgergerichte mit Fries und Getränk für unter 5 Dollar. Gute Restaurants gibt es. Aber man muss sie suchen. Und dann natürlich - für amerikanische Verhältnisse - tiefer in die Tasche greifen. Aber es war für uns ja von Anfang an klar, dass wir - sollte es sich irgendwie machen lassen - gut und gesund kochen.
Dass das einigen finanziellen Mehraufwand beim Beschaffen von Obst und Gemüse bedeuten würde, das war uns klar. Es gibt hier alles, was ein deutscher Supermarkt auch anbietet. Auberginen, Zucchini, Ingwer...alles da. Aber eben etwas teuer. Und man muss dann auch in Kauf nehmen, dass man an der Kasse gefragt wird, um was für ein Gemüse es sich denn handelt. Oder Zucchini werden einfach als Gurke abgerechnet. Na gut. Ist ja beides grün. Und ehrlich: Das hatte ich in einem deutschen Supermarkt auch schon.
So langsam bekomme ich also mit, wo ich was kaufen kann. Obst kaufe ich lieber nicht in der Commissary (dem Supermarkt für Armeeangehörige, bei dem ich keine Steuern zahlen muss) sondern lieber beim Prize Cutter. Da aber kaufe ich keine Milch. Die schmeckt seltsam. Die kaufe ich dann lieber bei Walmart. Dort gibt es auch Fleisch in Bioqualität. Aber da kann man kein Brot kaufen. Das kaufe ich am liebsten bei Panera. Das heißt aber eine halbe Stunde einfach Fahrt in den nächsten Ort in Kauf nehmen. So kurve ich also umher bei unserer täglichen Nahrungsbeschaffung.
Um am Ende des Tages dann etwas Gesundes auf dem Tisch zu haben. Wie diesen lauwarmen Spargelsalat, nach einem Rezept von Chili und Ciabatta (ein Blog, das ich schon seit der ersten Stunde meines eigenen Blogs verfolge)

Das Rezept findet ihr hier. Das Brot, dass es dazu gab, habe ich selbst gebacken. Man kann nicht dreimal die Woche eine Stunde hin und hergondeln, nur um Brot zu bekommen, das nicht süß schmeckt. Da ist der deutsche CO2-Abdruck-und-Recycling-Gedanke einfach zu fest in mir verankert.
Genießt den Abend. Ich überleg derweil, ob es nicht diese Frittata zum Abendessen gibt.
Letzte Einträge: Blog & Hop #3 , 4th of July Impressionen, Walking in Memphis, Brot, Zum Spielen, Sorry, we're closed
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SallyB. / Website (25.5.10 21:42) na dann guten Appetit, Brot selbst backen ist da natürlich die kostengünstigere und wohl auch schmackhaftere Alternative, habe übrigens neulich ein leckeres Malzbrot gegessen (falls Du doch mal wieder süss magst) |
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Geheimer Verehrer (25.5.10 23:39) LECKER!!! |
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Kerstin / Website (26.5.10 09:05) Ach weißte, hier in Potsdam sind die Wirren der Nahrungsbeschaffung eigentlich vergleichbar. Und herzlichen Dank für den wunderbaren Chilli-und-Ciabatta-Link. Is ja toll.
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Frauke / Website (26.5.10 10:56) Der Spargelsalat sieht lecker aus, werde mir gleich blog und Rezept mal anschauen ! |
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Die beste Freundin (26.5.10 19:00) Mein Ernährer dienstreist mal wieder durch Deutschland und ich hardere mit mir und der Küche. Habe keine Lust, mich selbst zu bekochen, und die Katze mault auch nur rum, weil das Katzenfutter nicht schmeckt (dabei riecht es für MEINE Nase sehr appetitlich´). Und dann schaut man hier vorbei und bekommt sowas leckeres per Bild vor die Nase gesetzt. Keiner liebt mich heute! |
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Miriam / Website (26.5.10 20:47) ach, deine beschreibung ist einfach herrlich! das war das lachen, das mit heute gefehlt hat. danke dafür! und weiterhin viel erfolg bei der gesunden nahrungsbeschaffung! und der spargelsalat scheint ja schon mal ein schöner und vor allem leckerer auftakt zu sein. denk dran, dir noch unseren blinkie abzuspeichern! ;-) lg, miriam |






Und herzlichen Dank für den wunderbaren Chilli-und-Ciabatta-Link. Is ja toll.